Sportentwicklungsplanung Herford

Sportentwicklungsplanung Herford
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Im Februar 2018 hat sich die Stadt Herford gemeinsam mit dem Stadtsportverband Herford auf den Weg gemacht, eine Sportentwicklungsplanung für die Kommune zu erstellen. Später im selben Jahr wurde eine Arbeitsgruppe mit Politik, Verwaltung und Sport gebildet und Schwerpunkte für das weitere Vorgehen erarbeitet. Moderne Sportentwicklung ist ein umfassender Prozess verschiedenster Maßnahmen, die in Herford nach und nach erarbeitet werden.

Für die Sportentwicklung in Herford wurden folgende Kernthemen erarbeitet:

  1. wohnortnahe Sportangebote
  2. Informeller Sport
  3. Sportangebote für Kinder und Jugendliche
  4. Auslastung der Sportanlagen und Bäder
  5. Ehrenamt im Sportverein
  6. Sportevents

Workshops in den einzelnen Stadtgebieten werden im Sommer 2019 abgehalten, um mit der Bevölkerung Anregungen und Wünsche für die Weiterentwicklung des Sports vor Ort zusammenzutragen. 

Wir präsentieren Ihnen auf dieser Seite Fotos von den Veranstaltungen und sammeln auch die Ergebnisse.

Workshop - Herford Ost

Workshop - Herford Ost

Am 02.07.2019 fand von 18:00 bis 20:00 Uhr der erste Workshop in einem Quartier statt. In der Aula des Königin-Mathilde-Gymnasiums wurde in gemütlicher Runde mit den Gästen an den Thementischen über die vorhandenen Angebote, Verbesserungsmöglichkeiten und neuen Ideen für den Sport im Herforder Osten diskutiert.

 

Ergebnisse des Workshops im Herforder Osten

Bei den Gesprächen mit den Besucher*innen des Workshops konnten viele Anregungen gesammelt werden. 

Auf der langen Liste der Ideen landete das Thema Sportvereine und Ganztagsbetreuung in Schulen. In Bünde können sich Schüler*innen einen Stempel beim Sportverein abholen, wenn sie dort im offenen Ganztag betreut werden und Sport treiben. Diese Modell stieß am Tisch "Kinder und Jugendliche" und offenbar auch bei allen anderen auf große Begeisterung. Im gleichen Kontext wurde kritisiert, dass die Sportvereine in Herford bei keiner Schule Hallenzeiten vor 17:00 Uhr bekommen können, obwohl diese Zeit im Übergang vom Ganztag zur Freizeit sehr interessant ist.

Ebenfalls ausbaufähig sind die Außensportanlagen im Quartier Ost. Trendsportarten wie American Football, Baseball, BMX, Parcours, Stand-Up-Paddling etc. könnten noch mehr von Sportvereinen angeboten oder auch von nicht-organisierten Sportler*innen ausgeübt werden, wenn die entsprechenden Gegebenheiten vorhanden wären. Explizit für das Quartier wurden sich auch neue Basketballkörbe auf Außenanlagen gewünscht. Ein in die Jahre gekommener Trimm-Dich-Pfad ist zwar am Tierpark vorhanden, es wurde aber dennoch ein moderner Outdoor-Fitnesspark für jedes Alter bzw. die Modernisierung des bestehenden Angebots gewünscht.

Auch das Thema Wasserzeiten wurde angesprochen. Das H2O ist im Quartier (und in der gesamten Stadt) eine wichtige Sportstätte für jung und alt, für Sportvereine und informellen Sport. Gleichzeitig stellten viele Gäste fest, dass die Kapazität momentan nicht ausreicht, um sämtliche Bedarfe der Bevölkerung zu decken. Sportvereine müssen Kurse in Bad Oeynhausen durchführen, Schwimmkurse für Kinder haben extrem lange Wartezeiten und auch das Angebot an Wassergymnastik ist nicht in dem Maße umsetzbar, in dem es möglich und nachgefragt wäre. Für besser Möglichkeiten zum Wettkampfschwimmen wurde angeregt, ein Sportbecken mit absenkbaren Boden im H2O einzurichten. In die Überlegungen zu den Wasserzeiten wurde auch die aktiviere Nutzung der Werre mit einer offiziellen Badestelle in den Raum gestellt.

Für die ganz Kleinen gab es für den Herforder Osten den Wunsch nach mehr bewegungsfreundlichen Spielplätzen, wo die Kinder besonders zur körperlichen Aktivität angeregt werden. Geräte wie Klettergerüste und Wippen werden dabei besonders geschätzt. Auch ein erweitertes Angebot im Bereich Eltern-Kind-Turnen am frühen Abend wäre aus Sicht der Gäste wünschenswert.

Im Zuge der Quartiersentwicklung wurde festgestellt, dass die Konversionsfläche zukünftig das Zentrum des Stadteils sein wird und auch in diesem Bereich an Sportmöglichkeiten gedacht werden sollte.

 

Workshop - Herford Zentrum

Workshop - Herford Zentrum

Im Haus unter den Linden wurde am 04.07.2019 über die Sportentwicklung für das Herforder Zentrum von 18:00 bis 20:00 Uhr gesprochen. Zum thematischen Schwerpunkt entwickelten sich an diesem Abend Angebote für ältere Menschen.

 

Ergebnisse des Workshops im Herforder Zentrum

Gelobt wurde der Bouleplatz am Gänsemarkt, für die man sich bei der Kurz-Eisbar nebenan Kugeln zum Spielen ausleihen kann. Eine Ausweitung der spontanen Sportgelegenheiten in der Fußgängerzone ist als Idee an diesem Abend entstanden. In Partnerschaft mit Ladengeschäften könnte man zukünftig über weitere kleine Bewegungsangebote nachdenken.

Für Ausdauersportler*innen sind mehr unversiegelte Flächen zum Walken und Laufen ein Wunsch für die Zukunft. Der Stadtwall ist zwar sehr gefragt und insgesamt sehr ordentlich ausgestattet, die Wege sind zum Großteil jedoch gepflastert. Gelenkschonender und naturnäher wären unversiegelte Flächen.

Auch über ergänzende Sportgelegenheiten für den Stadtwall wurde diskutiert. Outdoor-Fitness-Geräte könnten die beliebte Laufstrecke zu einem Fitnesspark werden lassen. Denkbar wäre dahingehend sowohl eine Fokussierung von mehreren Geräten im Aawiesenpark zusätzlich zur bereits vorhandenen Calisthenicsanlage oder auch mehrere Stationen entlang der zirka drei Kilometer langen Runde.

Die Veranstaltungsreihe Sport im Park wurde gelobt. Eine Verstetigung und Ausweitung der für die Teilnehmer*innen kostenlosen und unverbindlichen Sportangebote ist ausdrücklich erwünscht. Traditionelle Sportspiele wie Brennball oder Völkerball könnten gerne im Rahmen der Veranstaltungsreihe ergänzend angeboten werden. Ein offener Tanztreff, beispielsweise auf dem Gänsemarkt, wurde diskutiert.

Bezüglich des Mottos „Herford ans Wasser“ kam die Frage auf, ob nicht auch Bewegungselemente bei Umbaumaßnahmen mitberücksichtigt werden können. Als positives Beispiel wurde der gut besuchte Wasserspielplatz am Linnenbauerplatz genannt. Um auch ältere Menschen am Wasser teilhaben zu lassen, wurde als Idee über eine Kneipp-Anlage gesprochen.

Spezielle Wünsche gab es auch nach mehr Tanzveranstaltungen, Walking für Gehbehinderte und Großeltern-Enkel-Sport.

 

Workshop - Herford Nord

Workshop - Herford Nord

Gastgeber des Ideen-Cafés Sport war am 09.07.2019 die Grundschule Landsberger Straße. 

 

Ergebnisse des Workshops im Herforder Norden

Die Angebote für Kinder und Jugendliche im Quartier wurden grundsätzlich sehr positiv bewertet. Ein Problem scheint jedoch der frühzeitig geprägte Fokus auf einzelne Sportarten zu sein. Für Kinder im Grundschulalter werden deshalb mehr Breitensportangebote gewünscht, wo die Heranwachsenden zunächst verschiedene Sportarten kennenlernen und der Spaß an sportlicher Betätigung besonders im Vordergrund steht. Wichtig bei der Schaffung von solchen Angeboten ist auch eine ansprechende Namensgebung, durch die die Kinder zusätzlich für eine Teilnahme motiviert werden können.

Da die meisten Sportvereine Probleme haben, neue Übungsleiter*innen für sich zu gewinnen, wurde im Zuge der Erweiterung von Kindersportangeboten auch über das Anna-Siemsen-Berufskolleg gesprochen. Dort müssen die angehenden Abiturienten ein einjähriges Praktikum im Freizeitsport durchlaufen, wenn sie ihre Ausbildung als Freizeitsportlehrer/in parallel abschließen wollen. Die Schaffung eines Netzwerkes zwischen Anna-Siemsen-Berufskolleg und Sportvereinen könnte dafür sorgen, dass wieder mehr Jugendliche als ehrenamtliche Helfer im organisierten Sport zur Verfügung stehen.

Gelobt wurden die zahlreichen Außensportanlagen, vor allem auf Spielplätzen in der Nordstadt. Aufgrund der Altersbeschränkungen auf die Spiel- und Bolzplätzen ergibt sich jedoch als Problem, dass es nur sehr eingeschränkt Möglichkeiten für Erwachsene gibt, sich an der frischen Luft sportlich zu betätigen. Als potentieller Ort für zusätzliche Außensportanlagen wurde Siekers Wiese ins Gespräch gebracht, weil die Grünflächen dort ausreichend groß sind und der Ort zentral im Quartier liegt.

Diskutiert wurde auch über den Stuckenberg als beliebtes Ziel für Ausdauersportler und Reiter. Die Beschilderung der einzelnen Wege, insbesondere der ausgewiesenen Wege für Pferde, ist nicht durchgängig leicht verständlich. Aufgrund von Missverständnissen laufen immer wieder Spaziergänger auf den Wegen für Pferde. Eine Ergänzung der Beschilderung im Stuckenberg könnte diese Probleme lösen.

Der Seniorensport ist in der Nordstadt mit verschiedenen Angeboten bereits gut aufgestellt. Mehr in den Fokus könnten für diese Gruppen bislang wenig genutzte Sporträume, wie zum Beispiel der Gymnastikraum an der Grundschule Landsberger Straße, rücken. Durch die Nutzung von alternativen Sporträumen könnten Kapazitäten in den größeren Sporthallen der Schulen geschaffen werden.

Allgemein wurde noch angemerkt, dass die Kommunikation der vorhandenen Sportangebote durch die Vereine noch verbessert werden könnte, um mehr Aufmerksamkeit für die vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten zu bekommen.

Workshop - Herford West

Workshop - Herford West

In der Mensa der Grundschule Eickum wurde am 10.07.2019 von 18:00 bis 20:00 Uhr die Sportentwicklung für den Herforder Westen diskutiert. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Strukturen im Stadtgebiet West verglichen mit Herringhausen, Eickum, Laar und Diebrock fand das Ideen-Café thematisch zweigeteilt statt.

 

Ergebnisse des Workshops im Herforder Westen

Zunächst lag der Fokus auf den Sportmöglichkeiten in den ländlichen Gebieten um die Stadt herum. Hinter der Grundschule Eickum befindet sich ein schönes Sportgelände mit Fußballplatz, Tischtennisplatten, einer Torwand und einem kleinen Spielplatz. Als Wunsch kam auf, diese Außensportanlage zu erweitern und den Zustand der vorhandenen Gegebenheiten zu verbessern. Besonders für Erwachsene sollten auch Sportgelegenheiten berücksichtigt werden.

Ein weiteres Gesprächsthema war der entstehende Radweg an der Laarer Straße, welcher als sehr wichtig erachtet wird und unbedingt realisiert werden sollte. Auch die Beschilderung für Fahrradfahrer ist in den Dörfern ausbaufähig und könnte punktuell sinnvoll ergänzt werden.

Da die Bevölkerung in der ländlichen Gegend es gewohnt zu sein scheint, zum Sport in die Stadt zu fahren, ist die Angebotsstruktur der Vereine mutmaßlich ausgewogen genug. Die Installation einer neuen Sportgruppe für ältere Menschen ab 70 Jahren in der Turnhalle an der Grundschule Eickum könnte allerdings noch eine Zielgruppe erreichen, die nicht mehr uneingeschränkt in der Lage ist, weite Wege zum Sport auf sich zu nehmen.

Im westlichen Teil der Innenstadt wurde primär über die Situation im Quartier Radewig rund um die Eishalle gesprochen. Am kleinen Felde existiert eine schöne Außensportanlage für Fußball und Basketball. Diese könnte eventuell auch durch Vereine in Kooperation mit dem ansässigen VAB mit offenen Sportangeboten im Sommer bespielt werden. Die Kinder und Jugendlichen vor Ort interessieren sich vor allem für Kampfsport und Fußball, weswegen besonders diese Sportarten gefragt wären.

Workshop - Herford Süd

Workshop - Herford Süd

Zum Abschluss der Ideen-Cafés wurde am 11.07.2019 in der Grundschule Elverdissen über die Sportentwicklung für den Herforder Süden gesprochen.

 

Ergebnisse des Workshops im Herforder Süden

Hinsichtlich der Sportangebot für Kinder und Jugendliche kam man zu dem Ergebnis, dass es grundsätzlich ein gutes Angebot über die Sportvereine gibt. Gerade für Jugendliche wurde aber auch die Idee geäußert, eine neue Breitensportgruppe zu formieren, da die Vielfältigkeit der Sportgruppen vor Ort für diese Zielgruppe etwas begrenzt sei.

Eine tolle Sportgelegenheit im Quartier ist außerdem das Beachvolleyballfeld im Freibad, welches jedoch bislang nur während der Freibadsaison und als Gast des Bades genutzt werden kann. Hierzu kam die Anregung, die Anlage auch außerhalb der Saison für Sportgruppen zu öffnen. Ebenfalls könnte man über die Erstellung eines Belegungsplanes nachdenken.

Besonders für Kinder und Jugendliche könnte auch ein Leichtathletik-Angebot in Elverdissen interessant sein, weil über diese Sportart gut motorische Grundlagen vermitteln können. Allerdings stellt sich diesbezüglich die Frage, auf welcher Sportanlage eine solche Gruppe angeboten werden könnte.

Für alle Altersklassen ist die unsichere Zukunft der Sporthalle an der Brandheidestraße ein Thema. Der Vereinssport benötigt die Kapazitäten in dieser Sportstätte, um weiterhin vielfältige Angebote zu ermöglichen. Falls die Schule ausziehen sollte, kam der Wunsch auf, die Sporthalle ganztätig in die Hände der Vereine zu geben, um unter anderem den Bedürfnissen der Anwohner nach einem umfassenderen Sportangebot im Vormittagsbereich zu entsprechen.

Ein weiteres viel diskutiertes Thema stellten die Bolzplätze in Elverdissen dar. Bislang finden sich viele Kinder und Jugendliche auf dem alten Fußballplatz an der Elverdisser Str. ein, der jedoch offiziell nicht genutzt werden darf. Die Verwaltung sollte prüfen, inwiefern der Platz der Allgemeinheit legal zur Verfügung gestellt werden kann.

Als weitere potentielle Außensportanlage wurde auch über den Ascheplatz an der Sporthalle Brandheidestraße gesprochen, welcher für informelles Sporttreiben ertüchtigt werden könnte und dann sich eventuell zum Treffpunkt für die Jugendlichen entwickeln würde.

Hinsichtlich Sportgelegenheiten im Freien gab es noch eine Reihe weiterer Anregungen: Eine Minigolfanlage (bereits geplant!), einen Skater Park, eine BMX Anlage, einen bespielbaren Basketballkorb und einen allgemeinen Treffpunkt, an dem sich Sportler*innen nach der Bewegung gesellig zusammenfinden.

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Raum: 317
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