Pressemitteilung - Sporthalle Ravensberger Gymnasium

Der seitens der Jury prämierte Vorschlag stößt beim Stadtsportverband Herford grundsätzlich auf Lob. Vor allem die Pläne bezüglich der Zukunft der Turnhalle Lübberbruch sind sehr begrüßenswert. Auch die Idee, dieses Gebäude mit einem kleinen Vorbau zu versehen, ist aus der Sicht des Sports eine gute Entscheidung.

Allerdings ist bei der angedachten Nutzung darauf zu achten, dass die bisherigen Nutzer dieser Halle auch zukünftig Vorrang vor neuen Nutzungsmöglichkeiten genießen. Die Halle wird bislang seitens der Turngemeinde Herford für diverse Gruppen benötigt. Hier ist sicherzustellen, dass sich für den Verein keine Verschlechterung der Situation ergibt. Erst darüber hinaus kann für freie Zeiten nachgedacht werden, hier auch eine Nutzung zu anderen Veranstaltungen zu ermöglichen.

Die Planung der neuen Halle ist aus sportlicher Sicht ebenfalls grundsätzlich positiv zu beurteilen. Insbesondere das großzügig gestaltete Foyer eröffnet neue Möglichkeiten, die so bislang in Herforder Sporthallen nicht gegeben sind.

Lediglich die Planung der Tribüne auf einer Empore sollte dringend überdacht werden. Aus Sicht des Sportes ist die Variante der Atmosphäre einer Sportveranstaltung sehr abträglich, nicht umsonst wird bei der Planung von Sportarenen oder Fußballstadien ganz bewusst Wert darauf gelegt, die Zuschauer so nah wie möglich an das Spielfeld zu holen. Hier wird leider das Gegenteil vorgeschlagen, die Situation für den Sport unnötig deutlich erschwert.

Noch schwerer wiegt aber, dass der Zuschauerbereich laut dem aktuellen Entwurf nur über eine Treppe und damit für ältere oder gehbehinderte Zuschauer nur unter erheblichen Schwierigkeiten und für Rollstuhlfahrer gar nicht mehr erreichbar wäre. Diese Gruppe abgetrennt von den übrigen Zuschauern in den Innenbereich zu platzieren wäre zwar technisch machbar, stigmatisiert jedoch zwangsläufig und widerspricht allen Bemühungen des Sportes zur Einbindung dieser Menschen in die Gemeinschaft.

Eine Alternativlösung zu einem Aufzug könnte eine Tribüne sein, die bis zum Boden der Halle reicht. In dem Fall wären auch gehbehinderte Zuschauer unmittelbar in die Gruppe der Fans eingebunden, sie wären ein „normaler“ Teil der Veranstaltung. Der SSV-Vorsitzende Jürgen Berger erklärt: „Wir würden uns wünschen, dass man bei der Planung weiterhin versucht, die Bedürfnisse des Sports mit zu berücksichtigen. In dem Fall der Tribüne decken sich die Vorstellungen aus Sicht des Sports mit denen von anderen Anspruchsgruppen, weswegen wir um eine Anpassung der bisherigen Planungen bitten.“

„Bei der genaueren Planung der inneren Hallengestaltung ergibt sich aus unserer Sicht noch Anpassungsbedarf. Wir sind uns aber sicher, dass mit dem gemeinsamen Know How der Planer und des Sportes eine gute Lösung gefunden wird und wir eine Gestaltung erarbeiten können, die allen Ansprüchen gerecht wird und über die Grenzen Herfords hinaus als Beispiel einer gelungenen Zusammenführung aller Interessen dienen kann.“, so SSV-Geschäftsführer Julian Schütz.

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